Gründe aus denen man einen Rechtsanwalt beauftragen sollte


Gründe, einen Anwalt nicht zu beauftragen.

zurück Anwaltszwang

1.  Die Schwierigkeit der Materie

Streitigkeiten, die kompliziert aussehen, können rechtlich eher einfach sein. Genauso geht es aber umgekehrt auch, dass eigentlich einfach aussehende Fälle sehr schwierig sind, weil eine umstrittene rechtliche Frage dahinter steht. Hier kann ein Rechtsanwalt helfen, die Erfolgsaussichten abzuschätzen und auch positiv zu beeinflussen. Aber denken Sie daran: Vor Gericht und auf hoher See sind Sie in Gottes Hand! (mit oder ohne Rechtsanwalt)

nach oben

2.  Der Anwaltszwang

Vor diversen Gerichten der zweiten und dritten Instanz (Berufung und Revision), sowie vor Landgerichten (zuständig in Zivilsachen bei Streitwerten über 5.000,00 € - außer Mietsachen und Wildschäden) gilt der Anwaltszwang. Dies bedeutet, dass lediglich Anwälte (und Rechtslehrer an deutschen Hochschulen) vor Gericht auftreten dürfen. Praktisch sieht das so aus, dass eine Partei ohne Anwalt behandelt wird, als wäre sie nicht anwesend (-rechtlich gesehen). Sie können ohne Anwalt also keine Klage erheben, keine Anträge stellen und keinen Beweis anbieten (wohl aber wegen ungehörigen Benehmens aus dem Gerichtssaal verwiesen werden oder ein Ordnungsgeld/Ordnungshaft verordnet bekommen).
Der Anwaltszwang gilt im Interesse des Täters jedoch nicht bei Verhandlungen in Strafsachen. Hier kann aber ein Anwalt beigeordnet werden. Auch vor dem Landessozialgericht wird kein Anwalt benötigt.

nach oben

3.  Beratung und Vorbeugung

Durch Beratungen eines Anwalts kann der Mandant die Umstände seines Falles verstehen. Dies führt dazu, dass er ähnliche Fehler für die Zukunft vermeiden kann. Vor der Unterzeichnung neuer Verträge kann, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden, ein Rechtsanwalt konsultiert werden. Auch die Ausarbeitung von sonstigen rechtlich erheblichen Schriftstücken ( z.B. Vergleiche, Testamente, Nutzungsvereinbarungen ...) ist unter Beratung eines Rechtsanwaltes zu empfehlen, um Lücken, Unklarheiten in den Regelungen, unwirksame Regeln oder Rechtsfehler zu vermeiden.

nach oben

4.  Haftung des Anwalts für Auskünfte

Ein Anwalt, der in einer Frage aufgesucht wird, kann - wenn die erteilten Auskünfte oder die vorgenommenen Handlungen falsch waren - wegen Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Diese Möglichkeit besteht bei eigenen Fehlern nicht. Jedoch begründet nicht jede verloren Streitigkeit einen Schadensersatzanspruch, sondern nur die, in denen dem Rechtsanwalt eine Sorgfaltspflichtverletzung nachgewiesen werden kann - z.B. falsche Beurteilung der Rechtslage, Unkenntnis bestimmter erheblicher Gesetze. Diese Pflichtverletzung muss auch ursächlich für den Schaden gewesen sein.

nach oben

5. Auskünfte, die nur ein Rechtsanwalt bekommt

Nur ein Rechtsanwalt hat die Möglichkeit für einen Geschädigten einer Straftat oder eines Unfalls Einsichten in staatsanwaltliche Akten zu bekommen. Bei anderen Auskünften, z.B. Auskünften aus dem Melderegister, dem Handelsregister oder ähnliches kann Ihnen ein Anwalt behilflich sein.

nach oben

6. Professionelle Einschätzung von Erfolgsaussichten

Ein Anwalt kann wegen seiner Berufserfahrung und Spezialkenntnissen ermitteln, ob Sie mit Ihrem Begehren überhaupt erfolgreich sein können. Er kann - Ihre Mitwirkung vorausgesetzt - Risiken einer Klage oder kostengünstige Möglichkeiten zur Abwendung der Folgen einer Klage abwägen. Sie wissen Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene paar Schuhe. Trotzdem sind die Erfolgsaussichten in einem großen Teil der Fälle einschätzbar.

nach oben

7. Erwirkung eines vollstreckbaren Vergleiches ohne Inanspruchnahme eines Gerichtes

Ein von anwaltlich vertretenen Parteien abgeschlossener Vergleich kann, wenn er bei Gericht hinterlegt wird, genauso wie ein Urteil vollstreckt werden. Es ist also wenn beide Parteien vergleichsbereit sind nicht notwendig, die Sache vor einem Gericht auszutragen. Der Anwalt selbst kann dann 15/10 der Gebühren in Rechnung stellen. Das ist zwar etwas mehr, als bei einer bloßen Beratung, aber immerhin weniger, als bei einer gerichtlichen Geltendmachung.

6. ... und last but not least

Ist es nicht beruhigend zu wissen, dass man sich nicht allein um ein Problem kümmern muss? Ein Anwalt kann Ihnen freilich nicht den Sieg in einem Rechtsstreit garantieren, aber er wird Ihnen helfen, das bestmögliche Ergebnis zu finden und Ihnen auf dem Weg einen Teil der Last abnehmen.

Gründe die gegen die Beauftragung eines Rechtsanwaltes sprechen

zurück | nach obenRechtsanwaltsgebühren