Grundsätze der Kostenermittlung

Der Rechtsanwalt hat drei verschiedene Möglichkeiten, seine Kosten zu ermitteln. Haben die Parteien nichts über die Art der Abrechnung der Kosten vereinbart, so sind die Gebühren nach dem RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) zu berechnen.
Die Höhe der letztendlich zu berechnenden Kosten richten sich dabei im wesentlichen nach 3 Faktoren:

1. Der Streitwert
Im Regelfall gilt also, je höher der Streitwert, desto höher die Gebühren. In einigen Rechtsgebieten z.B. im Bußgeldverfahren oder im Strafverfahren gibt es jedoch keine Streitwerte. Hier schreibt das Gesetz Rahmenbeträge vor, innerhalb derer der Anwalt die Gebühren festsetzen darf.

2. Die Art des Verfahrens
Je nachdem, ob die Streitigkeit vor dem Verwaltungsgericht, dem Zivilgericht oder auch dem Strafgericht verhandelt wird, unterschieden sich auch die Gebühren.

3. Der Umfang der Tätigkeit
Ein umfangreicher Fall, der mit viel Arbeit verbunden ist, löst natürlich höhere Gebühren aus. Das RVG sieht vor, dass für einige Tätigkeiten die Gebühren in einem gewissen Rahmen festgesetzt werden können, der je nach Umfang und Schwierigkeit ausgeschöpft werden darf. Bei anderen Sachen gibt es Festgebühren, die durch bestimmte Tätigkeiten ausgelöst werden.

Warum sind die Rechtsanwaltskosten eigentlich so hoch???

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