Der Tätigkeitsumfang des Rechtsanwalts


Die Gebühren sind auch abhängig davon, in welchem Umfang der Rechtsanwalt tätig wird. So gibt es eine allgemeine Grundgebühr für die einfache Beratung und die Vorbereitung der Streitsache auf dem außerprozessualen Weg. Hier kann der Rechtsanwalt nach eigenem Ermessen je nach Schwierigkeitsgrad der übertragenen Aufgabe zwischen 0,1 bis zu 2,5 einer Gebühr verlangen. Für Gerichtsverfahren gelten eigene Gebührentatbestände, für die feste Gebühren z.B. eine 1,3-Verfahrensgebühr gelten. In Verfahren in höheren Instanzen erhöhen sich die Gebühren z.B. auf 1,6 für die Verfahrensgebühr in der Berufung.
Weitere Gebühren fallen z.B. an
  • für das Aushandeln eines außergerichtlichen Vergleichs (Dieser ist, wenn durch einen Anwalt ausgehandelt aber ähnlichhilfreich, wie ein gerichtliches Urteil - er kann unter bestimmten Umständen vollstreckt werden und spart Prozesskosten.)
  • für die Beantragung eines Mahn- oder Vollstreckungsbescheides bzw. für die Einleitung der Zwangsvollstreckung
  • für die gerichtliche Geltendmachung einer Forderung und zwar hierbei für die Einreichung eines Klageschriftsatzes, für die Verhandlung im Prozess, für die Herbeiführen eines Vergleiches nach Geltung des RVG jedoch nicht mehr für die Beweisaufnahme
  • im Straf- / Bußgeldprozess für jeden Verhandlungstag, an dem der Anwalt anwesend ist.

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Zusätzliche Kosten

Zusätzliche Kosten entstehen bei Beauftragung eines Rechtsanwalts für Streitigkeiten außerhalb seines Gerichtsbezirks.
Wird ein Rechtsanwalt damit beauftragt, eine Streitigkeit zu betreuen, die vor einem Gericht geltend zu machen ist, das nicht im Gerichtsbezirk des beauftragten Rechtsanwaltes liegt, können weitere Kosten entstehen.

Zum einen kann der Rechtsanwalt für Reisen, die er in der Streitangelegenheit unternimmt sogenanntes Abwesenheitsgeld verlangen. Die Höhe hängt davon ab, wie lange er unterwegs ist. Der Anwalt kann auch einen anderen Rechtsanwalt beauftragen, der seinen Sitz bei dem Gericht hat, in welchem die Rechtstreitigkeit auszutragen ist. Auch dieser Rechtsanwalt kann eine Bezahlung verlangen, die letztendlich der Mandant zu tragen hat. (siehe auch)

Deshalb ist es angemessen immer einen Rechtsanwalt an dem Ort zu beauftragen, an dem die Streitigkeit letztendlich ausgetragen wird. Dieser Ort wird Gerichtsstand genannt.

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